Fördertum der Zeche Heinrich Schacht 3 in Essen-Überruhr.

Die Zeche Heinrich in Essen-Überruhr förderte bis zum Jahr 1968 Anthrazitkohlen. Die Ursprünge dieser Schachtanlage gingen auf das Jahr 1809 zurück. Bereits da wurde die Gewerkschaft Heinrich gegründet. Die Kohlen wurden zunächst über Stollen im Ruhrtal abgebaut. 1847 wurde der erste Tiefbauschacht abgeteuft. Im Jahre 1884 förderte die Schachtanlage 100.000 t Kohlen pro Jahr. 300 Bergleute waren damals dort beschäftigt. 1918 wurde ein zweiter Schacht abgeteuft und die Förderung belief sich bald auf über 210.000 t im Jahr. 1926 wurde zur besseren Verwertung der Anthrazitkohlen, die für den Hausbrand und als Kesselkohle verwendet wurde, eine Brikettfabrik errichtet. Der abgebildete Schacht 3 wurde in den Jahren 1957 und 1958 abgeteuft.  In der Kohlenkrise wurde im Jahre 1964 ein Förderverbund mit der Zeche Theodor hergestellt. Die drei Heinrich-Schächte bildeten eine Zentralschachtanlage. Doch im Jahre 1968 erfolgte der Stilllegungsbeschluss. Heute dient neben dem Schacht Holthuser Tal der Schacht Heinrich 3 der Wasserhaltung. Ohne die gewaltige Pumpleistung der Anlage würden Teile der Stadt Oberhausen unter Wasser stehen. Außerdem ist die Anlage auch zur Trinkwassernotreserve der Stadt Essen eingerichtet worden.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Heinrich (12.08.2017), http://www.route-industriekultur.ruhr/themenrouten/12-geschichte-und-gegenwart-der-ruhr/zeche-heinrich.html (12.08.2017)

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Zeche Heinrich (1987)